Schüleraustausch – Wir besuchen Frankreich!

Am Sonntag, den 15.03., starteten wir am frühen Morgen Richtung Frankreich. Unser erstes Ziel war Straßburg. Dort angekommen, haben wir zunächst die Stadt erkundet und die Kathedrale besichtigt. Nach dem anstrengenden Aufstieg in einen der beiden Kirchtürme konnten wir Straßburg und seine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt aus einer tollen Perspektive von oben sehen. Danach ging es direkt weiter zur Ill, dem Fluss, der durch Straßburg fließt, um eine sehr informative Bootsfahrt zu unternehmen. Anschließend kehrten wir alle zusammen zum traditionellen Flammkuchenessen ein.

Nach einem typisch französischen Frühstück brachen wir zum zweiten Teil der Strecke, einmal quer durch Frankreich, auf. Bei unserer Ankunft in Moncoutant-sur-Sévre wurden wir mit einem Ständchen von unseren Austauschschülern begrüßt und von ihren Familien herzlich in Empfang genommen.

Den Dienstag verbrachten wir in Les Sables-d’Olonne am Meer. Bei einem Spaziergang durch die malerischen Gassen der Île Penotte konnten wir die vielen Wandbilder aus bunten Muschelschalen betrachten, die jedes Haus dort zu einem einzigartigen Kunstwerk machen. Anschließend besuchten wir eine Markthalle, in der Gemüse, Meeresfrüchte und viele andere Waren angeboten wurden – es roch dort teilweise recht intensiv nach Fisch. Später ging es dann an den Strand. Da viele von uns nicht wussten, wie schnell die Flut am Atlantik das Wasser steigen lässt, gab es einige nasse Schuhe und Rucksäcke. Bei Sonnenschein krempelten viele von uns die Hosen hoch und gingen auf Muschelsuche. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag, an den wir uns bestimmt noch lange erinnern werden.

Der Mittwoch begann mit verschiedenen Aktivitäten an der Schule. Wir wurden mit unseren Austauschpartnern in Gruppen eingeteilt und absolvierten im Lauf des Vormittags vier Workshops: Tanzen, Backen, einem Team-Ski-Wettlauf und einer Aufgabe, bei der man blind Gesichtsmerkmale auf einem Blatt an der richtigen Stelle platzieren musste. Den Mittwochnachmittag, an dem in Frankreich kein Unterricht stattfindet, verbrachten wir individuell: Einige besuchten Verwandte, machten einen Spaziergang, erkundeten Städte oder gingen zum Bowlen. Für alle war es ein aufregender, aber dennoch entspannter Tag, an dem wir unsere Gastfamilien noch ein Stück besser kennenlernen konnten.

Ein weiteres Highlight stand am Donnerstag auf dem Programm: das Futuroscope, ein Freizeitpark mit multimedialen Attraktionen, die Wissenschaft und Unterhaltung auf interessante Weise miteinander verbinden. Zwischen den einzelnen Fahrgeschäften blieb uns genügend Zeit, uns mit unseren französischen „corres“, zu unterhalten und die futuristische Architektur des Parks zu bewundern. Bei „Les Robots“ konnten wir uns mutig in bewegliche Roboterarme wagen, die uns ordentlich durch die Luft wirbelten, bei der Fahrt mit „Objectif Mars“ ging es auf eine rasante Achterbahnstrecke.

Der Freitag begann mit mit einem Besuch von Schloss und Schlosspark in Bressuire. Von dem ehemaligen Geschichtslehrer Pascal Paineau erfuhren wir viel über die Zeit der Französischen Revolution. Besonders interessant war, dass die Stadt Bressuire damals den König behalten wollte und deshalb schwere Konsequenzen erleiden musste. Anschließend ging es mit vielen Fragen zu Bressuire auf Stadtrallye, bei der wir gemeinsam durch die Stadt marschierten und anhand vieler Aufgaben, die wir lösen mussten, den Ort besser kennenlernten. Am Nachmittag haben wir zurück in Moncoutant an der Schule zusammen mit den französischen Schülern verschiedene Spiele gespielt, was sehr viel Spaß gemacht hat. Zum Abschluss des Tages haben wir gemeinsam zu Liedern getanzt, die vor allem in Deutschland bekannt sind. Es war schön zu sehen, dass auch einige der französischen Schüler mitgetanzt haben. So ging ein erlebnisreicher und fröhlicher Tag zu Ende.

Nach einem tränenreichen Abschied am Samstagmorgen machten wir uns voller Vorfreude auf zur letzten Station in Frankreich: Paris! Unser erstes Ziel war die Kathedrale Notre-Dame. Über das Rathaus ging es in das Viertel rund um das Centre Pompidou, wo wir Souvenirläden besuchten und eine kleine Pause einlegten. Mit der ziemlich überfüllten Metro ging es dann weiter zum Louvre, der Dachterrasse der Galeries Lafayette und schließlich in das Künstlerviertel Montmartre mit der tollen Basilika Sacré-Cœur. Auch Triumphbogen und Champs-Elysées statteten wir einen kurzen Besuch ab. Den krönenden Abschluss des Tages bildete natürlich der Eiffelturm! Für die meisten war dies der Höhepunkt unserer Paris-Tour. Wir bestaunten das Wahrzeichen, als es zur vollen Stunde zu glitzern begann. Müde, aber glücklich traten wir schließlich die Heimreise an. An diese erlebnisreiche Woche in Frankreich erinnern wir uns bestimmt noch lange!

Die Französischschüler der Klassen 8c und 9d