Erinnerungen an die DDR – Geschichten aus erster Hand

Am vergangenen Freitag wurde der Geschichtsunterricht für die 10. Klassen zu etwas ganz Besonderem: Statt aus dem Schulbuch zu lernen, konnten die Schülerinnen und Schüler Geschichte hautnah erleben. Im Rahmen eines Zeitzeugeninterviews zur DDR durften wir unsere Konrektorin als Gesprächspartnerin begrüßen, die aus ihrem eigenen Leben in der Deutschen Demokratischen Republik berichtete.

In einem eindrucksvollen, rund einstündigen Vortrag nahm sie die Zuhörenden mit auf eine persönliche Reise in die Vergangenheit. Anschaulich schilderte sie ihren Alltag in der DDR und ließ dabei ein Bild davon entstehen, wie es war, in einem sozialistischen Staat aufzuwachsen. Besonders spannend waren ihre Erzählungen aus ihrer Zeit als Leistungssportlerin: Sie berichtete von intensiven Trainingsbedingungen, hohen Erwartungen und der großen Bedeutung, die dem Sport im politischen System der DDR beigemessen wurde.

Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre im Unterricht vorbereiteten Fragen zu stellen. In der etwa halbstündigen Fragerunde entwickelte sich ein lebendiger Austausch, bei dem Frau Fels offen, ehrlich und sehr anschaulich antwortete. Dabei ging sie individuell auf die Interessen der Jugendlichen ein und ermöglichte so einen noch tieferen Einblick in diese Zeit.

Die Veranstaltung bot den Lernenden eine wertvolle Gelegenheit, Geschichte nicht nur zu lernen, sondern wirklich zu erleben. Das Zeitzeugeninterview erwies sich als bereichernde Ergänzung zum Unterricht und wird den Beteiligten sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben.

Valentina Schmid