Täglich machen sich unsere knapp 500 Schülerinnen und Schüler zu Fuß, per Fahrrad, Bus oder als Beifahrer ihrer Eltern auf den Weg zur Schule. Was so alltäglich aussieht, birgt doch viele Gefahren. Die Profis vom ADAC machten nun unsere Fünftklässler an einem Projekttag sensibel für das, was im Verkehr zu beachte n ist.
Mit Bewegungsspielen wurde der Anhalteweg eines Fahrzeugs als Summe von Reaktions- und Bremsweg erarbeitet. Dann sollten die Jugendlichen schätzen, wie weit der Anhalteweg ist, den das ADAC-Auto bei einer Vollbremsung bei Tempo 50 km/h hinlegen würde. Betroffenheit machte sich breit – alle hatten den Weg viel kürzer eingeschätzt, als er dann tatsächlich war. Intensiv gingen die Mitarbeiter vom ADAC darauf ein, welche Ablenkungen im Straßenverkehr zu Unfällen führten. Das größte Problem stellt die Ablenkung dar. In einem eindrucksvollen Versuch wurde ein Schüler darum gebeten, gewisse Sätze fehlerfrei und möglichst schnell in ein Handy einzutippen und dabei an seiner Klasse vorbeizugehen. Hinterher befragt, ob etwas aufgefallen sei, verneinten die Jugendlichen. Sie hatten es nicht bemerkt, dass die Freunde gewinkt, Kniebeugen gemacht, sich im Kreis gedreht, die Straße überquert und in die Hände geklatscht hatten. Eindrucksvoller kann man kaum vor Augen geführt bekommen, wie gefährlich es ist, als Verkehrsteilnehmer das Handy zu bedienen. Besonderer Wert wurde auch auf das Anschnallen im Auto und die Benutzung von Sitzerhöhungen gelegt. Um selbst zu erleben, welche Kräfte schon bei einer Vollbremsung aus Schrittgeschwindigkeit wirken, durften Schüler im ADAC-Auto mitfahren. Was bei einer Bremsung mit einem nicht angeschnallten Fahrgast passiert, führte der ADAC-„Praktikant“ Paul vor, der bei einer Bremsung mit dem Gesicht gegen das Armaturenbrett schlug. Alle waren froh, dass es sich bei Paul um einen Plüschbären handelte.



