Aktionstag der Talentklassen 8 und 9 führt zum Airpark Zruč und ins Kloster Plasy

Beim letzten Aktionstag in diesem Schuljahr ging es für unsere Schülerinnen und Schüler wieder über die Grenze zu den tschechischen Nachbarn. Die erste Station stellte der Airpark Zruč dar. Dabei handelt es sich um ein privates Museum für Flugzeuge und Militärmaschinen, die ein Vater und sein Sohn über Jahrzehnte zu zweit irgendwo in Europa zerlegt und dann in ihrem Garten wiederaufgebaut haben. Unter den Maschinen befinden sich echte Raritäten, die es nur zwei Mal auf der Welt gibt. Die Jugendlichen konnten viel über technische Daten (der Verbrauch eines der Flugzeuge lag je Flugstunde zum Beispiel bei 7000 Litern) und Einsatz der Maschinen erfahren. So gibt es einen postgelben Agrarflieger oder Flugzeuge, die man zum Fotografieren der Landschaft eingesetzt hatte, zu bestaunen. Zudem befinden sich verschiedene Panzer auf dem Gelände. Die Jugendlichen waren von der Leistung der Familie, diese Sammlung selbst zusammengetragen zu haben, sehr beeindruckt. Und die Lehrkräfte staunten nicht schlecht über das Vorwissen, das einige Jugendliche zur Luftfahrt mitbrachten.

In der zweiten Station ging es ins Kloster. Die Zisterzienserabtei Plasy beherbergte einst bis zu 60 Mönche und wurde 1785 von Kaiser Joseph II. aufgelöst. Zu besichtigen sind mit großartigen Fresken ausgestattete Räume, eine barocke Kirche, eine Bibliothek, den Krankentrakt mit verschiedenen Apotheken und architektonische Besonderheiten wie eine ovale Wendeltreppe, deren Stufen nur vom äußeren Mauerwerk getragen werden. Das Gebäude steht auf über 5000 Eichenpfählen, da der Untergrund morastig ist.

Den gelungenen Abschluss bildete die Einkehr in einem Brauereiwirtshaus, wo alle mit böhmischen Speisen und Limonade verköstigt wurden. Ein herzliches Dankeschön an Frau Burcsak, die wie immer alles hervorragend organisiert hat. Nicht einmal, als das Wirtshaus wegen technischer Probleme scheinbar geschlossen hatte, kam bei ihr Hektik auf. Das muss ihr erst einmal jemand nachmachen. 🙂

Gefördert wurde die Fahrt dankenswerterweise durch das Bayerische Kultusministerium.